• 21. November 2018

    Berliner Zeilen 16/2018

    Liebe Genossinnen und Genossen,
    liebe Freundinnen und Freunde,

    vielen Dank für die Unterstützung in den vergangenen Wochen. Das Ergebnis der Mitgliederbefragung ist leider nicht so eindeutig, wie wir uns das alle gewünscht haben.

    Allerdings haben wir auch nur dieses Ergebnis, damit müssen wir jetzt umgehen. Für mich zeigt es drei Dinge:

    1. Wir sind ein lebendiger Landesverband und zurück in der Manege – die Baden-Württembergerinnen und Baden-Württemberger dürfen gespannt sein, was von uns noch zu hören sein wird.
    2. Wir verfügen über geeignetes Spitzenpersonal, zwischen denen unsere Mitglieder nur schwer entscheiden können – das dürfen beide Kandidierende auch als Auszeichnung verstehen.
    3. Wir sind uns nicht einig. Darum werde ich dem Landesparteitag dasselbe Angebot machen wie dem gesamten Landesverband: Ich trete dafür an, unsere Partei zusammenführen.

    Wäre meine Mitbewerberin nicht aus dem Rennen ausgestiegen, wäre die Situation jetzt eine andere. Fakt ist: Nun bin ich der einzige verbliebene Kandidat, der sich mit seinem Programm dem Votum unserer Partei gestellt und eine breite Zustimmung gewonnen hat. Damit geht für mich eine Verantwortung einher, mein Angebot aufrechtzuerhalten. Die Delegierten haben nun das letzte Wort.

    Wir haben verlernt, Volkspartei zu leben, aber wir sind als Partei nicht gespalten. Lasst uns in diesen Refrain bitte nicht dauernd mit einstimmen. Ich kenne Familien, in denen unterschiedlich abgestimmt wurde und die heute Morgen trotzdem miteinander gefrühstückt haben. Es gab Sympathien für den einen oder die andere, Hoffnungen in die eine oder den anderen, Positionen, die den einen oder anderen wichtig waren und unterschiedlich betont wurden. Das ist nicht Spaltung, das ist normal in einem demokratischen Wettbewerb. Was wir allerdings haben, ist eine chronische und demonstrierte Uneinigkeit auf der Ebene von FunktionsträgerInnen. Genau diese müssen wir überwinden durch einen respektvollen Umgang miteinander und mit unterschiedlichen Interessen und Positionen, die für eine Volkspartei normal sein müssen. Dies zu erreichen, war und ist der Antrieb für meine Kandidatur.

    Mir liegt am Herzen, dass wir miteinander reden können und uns ehrlich austauschen. Dazu will ich meinen Beitrag leisten. Nach der Bekanntgabe meiner Kandidatur gab es eine Telefonkonferenz, heute Abend biete ich ab 20:15 Uhr ein Facebook-live an und werde dort mit Euch und Ihnen diskutieren, bis alles geklärt ist: https://www.facebook.com/larscastellucci/. Ich freue mich, wenn viele von Ihnen und Euch dabei sind.

    Herzliche Grüße
    Ihr/Euer Lars Castellucci

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