• 18. Dezember 2020

    Berliner Zeilen 16/20 und Weihnachtsgrüße

    Liebe Genossinnen und Genossen,

    liebe Freundinnen und Freunde,

    ein besonderes Weihnachtsfest steht uns bevor. Oder eines, das uns, soweit wir uns darauf einlassen wollen, auf den Kern der Botschaft dieses Festes zurückweist. Es ist dunkel, es ist die längste Nacht des Jahres, und der Engel des Herrn erscheint den Hirten und sagt: „Fürchtet Euch nicht.“

    Ich schreibe diese Zeilen an dem Tag, als das Wahlkollegium Joe Biden zum 46. Präsidenten der Vereinigten Staaten wählt. Wahrscheinlich leben wir in einer Zeit, die ebenso wie jede andere Gutes und Schlechtes vereint, Chancen und Risiken birgt. Entscheidend ist, was wir daraus machen.

    Wir, das sind tatsächlich wir alle. Natürlich haben gewählte Vertreterinnen und Vertreter eine besondere Verantwortung. Ich bin dankbar, dass ich von den SPD-Mitgliedern meines Wahlkreises erneut das Vertrauen erhalten habe, als einer dieser Vertreter um die Gunst der Wählerinnen und Wähler zu werben. Mir war das nicht in die Wiege gelegt worden. Ich habe mich angestrengt, das alleine hätte aber nicht gereicht. So sehr wir das Ich in den letzten Jahrzehnten großgeschrieben haben, das entscheidende im Leben sind doch die anderen Menschen – die uns auf die Welt bringen, die uns großziehen, die uns begleiten. Deshalb finde ich Respekt, Rücksicht, Gemeinschaft und Zusammenhalt so wichtig.

    Deshalb rechne ich nicht aus, wie viele Menschen gerade oder früher oder später ohnehin sterben würden. Die meisten Menschen würden solche Rechnungen ablehnen, wenn es um ihre nächsten Angehörigen geht. Ich habe Respekt vor dem Leben aller Menschen und versuche so zu entscheiden, dass möglichst wenige sterben oder Langzeitschäden an ihrer Gesundheit davontragen. Um das zu erreichen, sind wir gerade in einer entscheidenden Phase. Hier zählt wirklich das Wir: Wir alle können und sollten mithelfen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen und die allermeisten tun das auch.

    Wer hätte noch vor einem Jahr an eine solche Entwicklung geglaubt? Seit wann nehmen wir den Klimawandel wahr und ernst, wenn überhaupt? Was kommt als nächstes oder ist schon schleichend im Gange, während unsere Aufmerksamkeit viel-leicht von Dingen in Atem gehalten wird, die wir selbst mit etwas Abstand gar nicht mehr wichtig finden? Eine gute Zukunft wird stark davon abhängen, die Menschen im Umgang mit Krisen stark zu machen und Veränderungen rechtzeitig zu erkennen und beherzt in einen Fortschritt zu verwandeln, der bei den Menschen auch ankommt. Die SPD zeigt in diesen Tagen nicht nur gutes Krisenmanagement, sie ist dafür auch genau die richtige Partei.

    Und Olaf Scholz ist der richtige Kandidat. Er hat das Zeug zum Kanzler. Wir haben eine große Chance, je näher es auf die Bundestagswahl zuläuft. Auch Olaf wird nicht alleine Kanzler, es kommt auf uns alle an. Ich freue mich auf den Wahlkampf, wenn dann hoffentlich auch wieder viele Begegnungen möglich sind, die ich gerade sehr vermisse.

    Meine guten Wünsche besonders an unsere Kandidierenden für die Landtagswahl. Winterwahlkampf sind wir gewohnt, Wahlkampf unter Corona-Bedingungen ist eine echte Herausforderung. Unterstützen wir Andrea Schröder-Ritzrau und Jan-Peter Röderer mit Spenden, indem wir ihre Mitteilungen in WhatsApp-Gruppen weiterleiten, Onlineveranstaltungen plakatieren… Es gibt viele Möglichkeiten und jede Stimme zählt!

    Frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr. Bleibt und bleiben Sie gesund,

    Ihr/Euer

    Lars Castellucci

     

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