• 26. März 2015

    Berliner Zeilen – 05/2014

    Liebe Genossinnen und Genossen,
    liebe Freundinnen und Freunde,

    rechnet man alle Ausnahmen zusammen, die in den letzten Wochen beim Mindestlohn vorgeschlagen wurden, wäre man auf über die Hälfte der Leute gekommen, die davon eigentlich profitieren sollen. Das hat uns Andrea Nahles letzte Woche vorgerechnet. Man kann daran sehen, wie umkämpft dieses Vorhaben immer noch ist, und daher nur stolz darauf sein, was jetzt im Gesetzentwurf steht. Der Mindestlohn kommt – ein großer Erfolg der SPD in der Großen Koalition!

    Zur Hälfte Ausnahmen scheinen mir auch die Katholiken beim Fasten zu genießen. Gefastet wird nämlich nicht an Sonntagen, nicht an Hochfesten und nicht auf Reisen. Sonntage und Hochfeste beginnen schon am Samstagabend. Trinken ist ganz exklusive: Potus non frangit ieinuium (Der Trank bricht das Fasten nicht).

    Als Protestant hab ich’s da schwerer. Letztes Jahr habe ich sechs Wochen keinen Kaffee getrunken. Dieses Jahr „faste“ ich die Schlummertaste beim morgendlichen Wecker.

    Ich kann sie mir auch nicht wirklich leisten. Es geht einfach Schlag auf Schlag: Parteitag in Wiesloch, eine tolle Büroeröffnung, dann zwei Sitzungswochen und dabei auch die zweite Rede im Plenum. Schließlich wurde ich am 9. April im Bundestag einstimmig zum stellvertretenden Vorsitzenden des Parlamentarischen Beirates für Nachhaltige Entwicklung gewählt. Eine ehrenvolle Aufgabe, die ich gerne und engagiert wahrnehmen werde.

    Vielen Dank an alle, die mich im ersten halben Jahr als Bundestagsabgeordneter begleitet haben und vor allem ein herzliches Danke an mein Team und den einen oder die andere UnterstützerIn im Hintergrund.

    Schon einmal schöne Ostern und bis bald,
    Ihr/Euer Lars Castellucci

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