• 23. November 2017

    Berliner Zeilen 12/17

    Liebe Genossinnen und Genossen,
    liebe Freundinnen und Freunde,
    sehr geehrte Damen und Herren,

    diese „Zeilen“ gehen auch an diejenigen, die sich auf unterschiedlichen Wegen in den letzten Tagen an mich gewandt haben. Es ist mir leider nicht möglich, allen einzeln so zu antworten, wie ich es selbst wollte, wenn ich jemanden anschreibe. Ich versuche also, auf diesem Weg etwas zu bündeln. Wer nicht auf diesem Verteiler sein möchte, melde sich bitte einfach mit einer kurzen Nachricht.

    Wie soll es weitergehen? Das ist die entscheidende Frage. Der Blick zurück, gar im Zorn, auf der Suche nach Schuldigen, hilft nicht weiter. Ich bin sehr zögerlich, anderen schlechte Absichten zu unterstellen, weil Politik insgesamt Schaden nimmt, wenn alle das wechselseitig tun. Gute Absichten kann ich bei der FDP allerdings auch nicht erkennen. Meiner Parteiführung muss ich vorwerfen, sich nicht gründlich und rechtzeitig genug mit allen möglichen Szenarien zu beschäftigen. Als ich in meinem früheren Leben Vorstände beraten habe, waren häufig sogenannte Risikoanalysen verlangt. Was kann alles eintreten? Was tun wir unter verschiedenen Rahmenbedingungen? Wie lautet die Kommunikation? Mich hat das damals genervt. Ich dachte, Leute, Ihr müsst doch Visionen haben, führen, vorangehen und Euch nicht immer nur nach allen Seiten absichern. Heute sehe ich: Es braucht beides. So sind wir alle vom Scheitern der Jamaika-Verhandlungen kalt erwischt worden. Das ist nicht professionell.

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  • 17. Februar 2017

    Berliner Zeilen 02/17

    Liebe Genossinnen und Genossen,
    liebe Freundinnen und Freunde,

    am Sonntag haben wir Frank-Walter Steinmeier zum Bundespräsidenten gewählt. Der dritte Sozialdemokrat nach Gustav Heinemann und Johannes Rau. Ein besonderer Moment. Nach der Wahl gibt es immer eine kurze Ansprache. Frank-Walter hat dafür die Überschrift “Mut” gewählt. Das finde ich ganz fantastisch. Es ist vieles im Durcheinander und niemals alles gut. Aber wir haben Grund mutig sein. Und wenn wir es sind, haben wir auch gute Chancen das Durcheinander zu bewältigen und die Dinge besser zu machen. Nicht umsonst gehören Mut oder Tapferkeit zu den Kardinaltugenden. Es kommt im Leben immer drauf an, was man draus macht.

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  • 27. Januar 2017

    Berliner Zeilen 01/17

    Liebe Genossinnen und Genossen,
    liebe Freundinnen und Freunde,

    was für eine Woche: Paukenschlag am Dienstag in der Fraktion, am Mittwoch dann ein brillanter Auftritt von Martin Schulz, am Donnerstag letzte Reden von Sigmar Gabriel als Wirtschaftsminister und Frank-Walter Steinmeier als Außenminister, heute dann die Vereidigungen. Eine Blitzumfrage der ARD ergab Gleichstand bei der Frage nach der Direktwahl des/der Bundeskanzlers/in und heute melden die Institute einen Sprung von drei Prozent plus für die SPD. Reicht noch nicht, aber die Richtung stimmt.

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