• 17. Mai 2019

    Berliner Zeilen 06/2019

    Liebe Genossinnen und Genossen,
    liebe Freundinnen und Freunde,

    ich bin der Auffassung, dass der Juso-Bundesvorsitzende Kevin Kühnert eine wichtige Debatte ausgelöst hat. Er stellt richtige Fragen. Über seine Antworten können wir streiten. Seit 70 Jahren leben wir in Freiheit, Frieden und wachsendem Wohlstand. Die Generation meiner Eltern hat das Land wieder aufgebaut und mit seinen Nachbarn versöhnt. Wahrscheinlich haben wir selten bessere Zeiten erlebt. Und gleichzeitig stimmt es, dass es nicht einfach so weitergehen kann. Die Zukunft unserer Kinder ist extrem gefährdet durch unser fahrlässiges Umweltverhalten. Die Ungleichheit nimmt immer weiter zu. 45 Superreiche besitzen so viel wie die untere Hälfte der Bevölkerung. Sie wissen zum Teil nicht wohin mit ihrem Geld, unsere Städte und Gemeinden müssen dagegen Schwimmbäder schließen. Die einen können ihr Geld für sich arbeiten lassen, die anderen kommen mit mehreren Jobs nicht über die Runden. Wenn ich mit den Menschen spreche, höre ich von vielen Sorgen. Den einen geht es gut und sie fragen sich, ob das morgen auch noch so sein wird, den anderen geht es schon heute schlecht, wieder andere schauen vielleicht einfach zu viel fern. Uns allen fehlt ein positives Zukunftsbild. Wie wollen wir morgen leben? Welche Erde wollen wir hinterlassen? Was wünschen wir uns für unsere Enkel? Wenn es nicht das ist, was Kevin Kühnert vorschlägt, was ist es dann? Darüber müssen wir diskutieren und dann dafür arbeiten.

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  • 12. April 2019

    Berliner Zeilen 05/2019

    Liebe Genossinnen und Genossen,
    liebe Freundinnen und Freunde,

    kommt zusammen für Europa. So steht es auf dem Wahlplakat der SPD-Spitzenkandidatin für Europa Katarina Barley und so haben es heute über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung der SPD-Bundestagsfraktion „Europa – ein Friedensprojekt“ getan. Nichts kommt von selbst und wenig ist von Dauer, wenn Menschen sich nicht dafür einsetzen. Genau diesen Einsatz braucht Europa heute. Und zwar von uns. Unterstützen wir unsere Kandidatinnen und Kandidaten, sprechen wir darüber, was uns an Europa wichtig ist: Dass kein Land die großen Herausforderungen unserer Zeit alleine lösen kann, dass Nationalismus noch immer zu Krieg geführt hat und dass wir zusammenhalten müssen, wenn unsere Stimme in der Welt Gewicht haben soll.

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  • 22. März 2019

    Berliner Zeilen 04/2019

    Liebe Genossinnen und Genossen,
    liebe Freundinnen und Freunde,

    vieles erscheint stärker in Unordnung in der Welt verglichen mit früheren Zeiten. Verändert hat sich immer viel, doch wir bekommen sehr viel mehr mit, aus allen Ecken der Welt, das Tempo ist unvergleichlich höher und alles hängt viel stärker miteinander zusammen. Ich bin der Auffassung, dass die Menschen die Veränderungen und Herausforderungen annehmen werden, soweit es uns gelingt, Geborgenheit im Wandel zu sichern. Dafür muss eine Regierung ein vernünftiges Bild abgeben, es geht um die öffentliche Infrastruktur, zentral aber sind Familien. Sie verdienen Aufmerksamkeit und Unterstützung.

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  • 22. Februar 2019

    Berliner Zeilen 03/2019

    Liebe Genossinnen und Genossen,
    liebe Freundinnen und Freunde,

    wenn es den Sozialstaat nicht gäbe, müssten wir ihn wieder erfinden und erkämpfen. Wir sind zurecht Stolz auf das, was in unserem Land aufgebaut wurde. Gleichzeitig sehen wir die Lücken, die Bürokratie, neue Fragestellungen, für die wir noch keine ausreichenden Antworten geben. Endlich diskutieren wir das nun nach vorne. Meine Vorstellungen von einem „Sozialstaat mit freundlichem Gesicht“ gewinnen an Unterstützung. „Stell Dir vor, Du musst zum Amt – und gehst gerne hin.“ Weil Dir dort auf Augenhöhe begegnet und vor allem, weil Dir dort wirklich geholfen wird. Weil Du verstehst, was im Bescheid steht. Weil sich jemand mit Dir hinsetzt, wenn das Formular kompliziert ist.

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  • 1. Februar 2019

    Berliner Zeilen 02/2019

    Liebe Genossinnen und Genossen,
    liebe Freundinnen und Freunde,

    seine Eltern versteckten Saul Friedländer 1942 als kleinen Jungen in Frankreich, weil sie die gemeinsame Flucht in die Schweiz zu gefährlich fanden. An der Grenze erfuhren sie dann, dass zu diesem Zeitpunkt nur Familien mit kleinen Kindern einreisen durften – alle anderen wurden zurückgeschickt. Saul Friedländer hat seine Eltern nie wiedergesehen.

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