• 29. Januar 2021

    Berliner Zeilen 1/21

    Liebe Genossinnen und Genossen,

    liebe Freundinnen und Freunde,

     

    letzte Woche habe ich abends schnell einen Wurstsalat bei einer unserer Gaststätten in Wiesloch abgeholt. “Und wie läuft’s in Berlin?”, wurde ich natürlich gefragt und ich muss etwas arg geseufzt haben, dass das mit den Impfterminen eine Zumutung für die Älteren ist, dass die Unternehmen zum Teil immer noch keine Hilfen erhalten haben, dass die neue Mutante uns Sorgen macht und dass selbst jetzt noch Leute schreiben, Corona sei doch auch nicht schlimmer als die normale Wintergrippe…

    Da hat der Wirt mir gesagt: “Herr Castellucci, ich würd’ sagen, das schaffen wir jetzt auch noch.” Und da hat er Recht und das hätte eigentlich von mir kommen müssen. Denn es war ja keineswegs sicher, dass wir überhaupt so schnell einen Impfstoff finden, und mittlerweile sehen wir auch, dass der neue Lockdown wirkt. Wir brauchen Geduld. Und wir müssen in der Bekämpfung der Pandemie und ihrer sozialen und wirtschaftlichen Folgen noch besser werden.

    Dazu zählt für mich auch ein Corona-Zuschuss zur Grundsicherung und bei niedrigen Einkommen, denn Masken und zusätzliche Hygieneartikel sind in keinem Warenkorb enthalten und viele Nahrungsmittel sind deutlich teurer geworden, während auf der anderen Seite manche Tafel wenigstens zeitweise schließen musste. Als SPD-Bundestagsfraktion hatten wir uns bereits im Frühjahr für einen Zuschuss aus sozialen Gründen stark gemacht. Letztlich gab es €300 pro Kind. Jetzt muss die CDU zustimmen, dass auch Kinderlose einen Zuschuss bekommen.

    Vorgestern haben wir am Jahrestag der Befreiung von Auschwitz im Bundestag der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Charlotte Knobloch und Marina Weisband haben beeindruckende Reden gehalten. Ein jüdischer Stammtisch soll auf Anraten der Polizei besser ohne Orts- und Zeitangabe angekündigt werden, davon hat uns Frau Weisband berichtet. Damit dürfen wir uns nicht abfinden. Jede:r soll seinen Glauben frei und im Respekt vor anderen leben können. Wir sind weiterhin verantwortlich, Faschismus und Antisemitismus zu beenden und nie wieder zuzulassen. Die Videos der Gedenkveranstaltung sind hier abrufbar: https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2021/kw04-opfer-nationalsozialismus-nachbericht-818592.

    In der vergangenen Sitzungswoche habe ich im Bundestag darüber gesprochen, wie wir Diskriminierung am besten bekämpfen können. Meine Überzeugung ist: Die beste Antidiskriminierungspolitik ist eine Politik, die sich an alle richtet, die nicht spaltet, eine Politik, die niemanden zurücklässt und Orientierung schafft für die Zukunft. Es geht um gesellschaftlichen Zusammenhalt und darum, wie das Zusammenleben der unterschiedlichen Gruppen in Vielfalt gelingen kann. Das Video der Rede gibt es hier: https://dbtg.tv/fvid/7496512.

     

    Herzliche Grüße

    Ihr/Euer Lars Castellucci

     

    Termine:

    • Mittwoch, 3. Februar, 19 Uhr: Instagram Live mit Dorothee Schlegel (Landtagskandidatin Neckar-Odenwald), Instagram @larscastellucci & @doro.schlegel_spd).
    • Donnerstag, 4. Februar, 19 Uhr: Diskussion „Humanitäre Krise an Europas Außengrenzen“ mit Amnesty International Tübingen, YouTube (https://youtu.be/1NMTT4y7UTY).
    • Sonntag, 7. Februar, 15 Uhr: Digitaler Neujahrsempfang der SPD Rhein-Neckar mit Christine Lambrecht, Andreas Stoch und allen Kandidierenden der SPD im Rhein-Neckar-Kreis, YouTube (SPD- Regionalzentrum Rhein- Neckar) und Facebook (@spdrn).

     

     

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