• 19. Januar 2018

    Berliner Zeilen 01/18

    Liebe Genossinnen und Genossen,
    liebe Freundinnen und Freunde,

    ich sende mit diesen Zeilen eine Erinnerung an unsere öffentliche Mitgliederkonferenz heute Abend um 19 Uhr im Carl-Ullmann-Haus, Kreisental 22 in 74925 Epfenbach.

    Dort wollen wir vor dem Parteitag am Sonntag beraten, wie die SPD weiter vorgehen soll.

    Ich habe schon ausführlich begründet, dass ich kein Freund einer wiederholten Großen Koalition bin. Eine Große Koalition soll der Ausnahmefall in einer Demokratie sein, sonst wachsen die Ränder, weil Unterschiede verwischen.

    Aus meiner Sicht war es jedoch selbstverständlich, dass die demokratischen Parteien untereinander Gespräche aufgenommen haben, nachdem die sogenannte Jamaika-Koalition so krachend gescheitert war. Herausgekommen ist nun ein Ergebnis von Sondierungen zwischen der Union und uns.

    Alle, die die große Vision für unser Land darin vermissen, haben Recht. Wo soll die auch herkommen zusammen mit der Union? Die Beurteilung der einzelnen Verhandlungspunkte wird jede/r selbst für sich vornehmen. Am Ende geht es nicht um Spiegelstriche, sondern um den bestmöglichen Weg. Auf diesem Weg ist der nächste Schritt, ob wir Koalitionsverhandlungen aufnehmen wollen oder nicht.

    Ich bin nach Abwägung der Alternativen dafür. Wir sollten in Koalitionsverhandlungen versuchen, das maximal Mögliche herauszuholen. Und dann haben am Ende die Parteimitglieder das letzte Wort. Es wäre Unsinn, diesen Prozess jetzt zu stoppen.

    Darüber möchte ich mit Ihnen und Euch sprechen und dabei auch klären, worauf wir in Koalitionsverhandlungen besonderen Wert legen sollten, falls der Parteitag am Sonntag dafür votiert.

    Mir ist wichtig, dass wir die Diskussion bei aller Unterschiedlichkeit der Meinungen in gegenseitigem Respekt führen. Ich erlebe auch gerade eine lebendige Partei, viel Herzblut, volle Veranstaltungen. Am meisten würde es mich schmerzen, treue Mitglieder zu verlieren, die jetzt im einen oder anderen Fall mit ihrer Meinung unterliegen. Ich habe mir selbst immer gesagt, in schwierigen Zeiten, auch in heftigen persönlichen Auseinandersetzungen: Ich will für die Werte dieser Partei einstehen. Ich lasse sie mir von niemandem aus dem Herzen reißen, wenn es schwierig wird. Und ich versuche es immer wieder von Neuem selbst mit anderen zusammen besser hinzubekommen – für die Menschen, um die es geht.

    Diese Woche habe ich im Bundestag in zwei Debatten das Wort ergriffen. Gesprochen habe ich zum Familiennachzug und zu Parallelgesellschaften.

    Ihr/Euer
    Lars Castellucci

     

    Termine: 

    • Freitag, 19. Januar, 19 Uhr: Öffentliche Mitgliederkonferenz, Carl-Ullmann-Haus, Kreisental 22, Epfenbach.
    • Samstag, 20. Januar, 18 Uhr: Winterfeier SPD Epfenbach, Gasthaus Krone, Marktplatz 10, Epfenbach.
    • Dienstag, 23. Januar, 18:30 Uhr: Pizza & Politik, Bürgersaal im Alten Rathaus, Marktstr. 13, Wiesloch.
    • Donnerstag, 25. Januar, 19 Uhr: Lobbacher Gespräche “Demokratie in der Bewährungsprobe” mit Albrecht von Lucke und Johanna Uekermann, Manfred-Sauer-Stiftung, Neurott 20, Lobbach.
    • Samstag, 27. Januar, 19 Uhr: Winterfeier SPD Neidenstein, Gasthaus Zum Goldenen Adler, Schloßstraße 10, Neidenstein.

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