• 17. Januar 2020

    Berliner Zeilen 03/2020

    Liebe Genossinnen und Genossen,

    liebe Freundinnen und Freunde,

    über 10.000 Menschen in Deutschland warten auf ein Spenderorgan. Jeden Tag sterben drei von ihnen, weil keines zur Verfügung steht. Damit ist der dringende Handlungsbedarf beschrieben und es ist gut, dass der Deutsche Bundestag darüber nach einer ersten Orientierungsdebatte im vergangenen Jahr an diesem Donnerstag nun eine Entscheidung trifft. Zwei Anträge sind aus den Reihen der Abgeordneten eingebracht worden. Für beide gibt es gute Argumente. Beide haben zum Ziel, Leben retten zu helfen.

    80 Prozent der Befragten sagen, dass sie zur Organspende bereit wären, allerdings haben nur etwa 40 Prozent einen Ausweis. Diese Lücke müssen wir schließen. Das geht vor allem durch eine bessere Organisation in den Krankenhäusern, die wir bereits beschlossen haben. Unter anderem geht es um Personal, das genau für diese Frage ausgebildet und freigestellt ist, Betroffene und ihre Angehörigen zu beraten und zu begleiten.

    Das wichtigste Argument für mich ist die Selbstbestimmung. Schweigen bedeutet auch in viel weniger existenziellen Feldern nicht einfach Zustimmung, nehmen wie nur den Datenschutz. Ausgerechnet wo es um die Unversehrtheit des eigenen Körpers geht, soll dieser Grundsatz umgedreht werden? Ich denke nein.

    Wir sind als Menschen aber nicht nur selbstbestimmte, sondern auch soziale Wesen, also aufeinander angewiesen. Entscheidend ist deshalb, das Selbstbestimmungsrecht zu achten und gleichzeitig alles zu tun, damit das Aufkommen an Spenderorganen steigt – es macht ja keinen Sinn, eine Widerspruchsregelung hierzulande abzulehnen, dann aber Spenderorgane aus Ländern mit Widerspruchsregelung zu importieren. Gerade eine Widerspruchsregelung kann jedoch einen gegenteiligen Effekt haben: anstatt mich mit diesen Fragen zu beschäftigen, widerspreche ich eben und bin das Thema dann los. Wir sammeln aber im Laufe unseres Lebens Erfahrungen und stellen uns manchen Fragen auch erst mit der Zeit. Aus meiner Sicht macht es daher Sinn, den Organspendeausweis nicht nur einmal mit der Post zugestellt zu bekommen, sondern regelmäßig aktiv gefragt zu werden, ob ich spenden will oder nicht.

    Deshalb habe ich für die Weiterentwicklung unseres Modells der Entscheidungslösung und gegen die doppelte Widerspruchslösung gestimmt.

    Die AfD hat in dieser Woche wieder einmal einen niederträchtigen Antrag zum Thema Migration vorgelegt, genauer gesagt zu den „finanziellen Lasten der Migrationspolitik“. Dazu habe ich dann auch im Plenum des Bundestags gesprochen und eine entsprechende Antwort gegeben: https://dbtg.tv/fvid/7413986 <https://dbtg.tv/fvid/7413986>

    Herzliche Grüße

    Ihr/Euer Lars Castellucci

     

    Termine

    • Samstag, 18. Januar, 17 Uhr: Neujahrsempfang Stadt Sinsheim, Dr.-Sieber-Halle, Friedrichstr. 17, Sinsheim.
    • Montag, 20. Januar, 17:30 Uhr: Parlamentarischer Abend Metropolregion Rhein-Neckar, BWT-Stadion am Hardtwald, Jahnstr. 1, Sandhausen.
    • Dienstag, 21. Januar, 15 Uhr: Besuch Familienzentrum Bammental, Hauptstr. 65, Bammental.
    • Donnerstag, 23. Januar, 14 Uhr: Besuch Diakoniewerkstätten Rhein-Neckar, Bohnenbergerstr. 4, Mannheim.
    • Freitag, 24. Januar, 19:30 Uhr: Abendgespräch „Herausforderungen an ein aktuelles Religionsverfassungsrechts“, Bad Boll.
    • Samstag, 25. Januar, 19 Uhr: Winterfeier SPD Neidenstein, Gasthaus „Zum Goldenen Adler“ Schloßstr. 10, Neidenstein.
    • Sonntag, 26. Januar, 18 Uhr: Winterfeier SPD Sinsheim, Mühltalrestaurant, Am Bahnhof 20, Sinsheim.
  • 16. Januar 2020

    Politikerin für einen Tag – Girls‘ Day 2020 – Aufruf an interessierte Mädchen zur Bewerbung

    Am 26. März 2020 findet der bundesweite Girls‘ Day zum 20. Mal statt. Einen Tag lang ermöglichen Unternehmen und Organisationen in ganz Deutschland Mädchen Einblicke in spannende Berufe. Auch die SPD-Bundestagsfraktion beteiligt sich an diesem Tag.  Ich finde, der Girls‘ Day ist eine tolle Sache. Er leistet einen wichtigen Beitrag für mehr Chancengerechtigkeit von Mädchen und Frauen in der Ausbildung und im Erwerbsleben.

    weiterlesen

  • 20. Dezember 2019

    Jahresabschlussbrief

    Liebe Genossinnen und Genossen,

    liebe Freundinnen und Freunde,

     

    hier findet Ihr meinen Brief zum Jahresabschluss.

    Lars_Castellucci_Jahresabschlussbrief_2019

    Ich wünsche euch eine angenehme Lektüre – frohe Festtage und einen guten Start ins neue Jahr!

     

    Ihr/Euer

    Lars Castellucci

  • 29. November 2019

    Berliner Zeilen 12/2019

    Liebe Genossinnen und Genossen,
    liebe Freundinnen und Freunde

    heute können die Mitglieder der SPD noch über die künftigen Vorsitzenden abstimmen. Meine herzliche Bitte ist: nehmt an dieser Abstimmung teil. Der Sinn einer Beteiligung aller Mitglieder liegt darin, die Legitimation des Ergebnisses zu erhöhen. Das geht nur mit einer hohen Wahlbeteiligung.

    Vielleicht wird es ein knappes Ergebnis geben. Ist das ein Problem? Es kommt darauf an, was wir daraus machen. Mehrheitsentscheidungen zu akzeptieren, ist eine Grundregel, die heute manchmal in Vergessenheit geraten zu sein scheint. Sie ist aber wesentlich für unsere Demokratie.

    weiterlesen

  • 15. November 2019

    Berliner Zeilen 11/2019

    Liebe Genossinnen und Genossen,

    liebe Freundinnen und Freunde,

    Lebensleistung verdient Anerkennung: 1,2 bis 1,5 Millionen Rentnerinnen und Rentner, die ein Leben lang gearbeitet, Kinder erzogen oder Angehörige gepflegt haben, werden mit der Grundrente im Alter mehr haben als die Grundsicherung. Das betrifft vor allem Frauen und Ostdeutsche. Herzlichen Glückwunsch an unser Verhandlungsteam! Wieder ein Stück mehr Gerechtigkeit, das eigentlich etwas umsetzt, was man für selbstverständlich halten könnte: Dass niemand nach 35 Jahren Arbeit, Kindererziehung oder Pflege zum Amt muss, um die Rente aufzustocken!

    Vergangene Woche wurde ich als Sprecher der Arbeitsgruppe Migration und Integration der SPD-Fraktion im Bundestag wiedergewählt. Dass ich weiter für die AG Migration und Integration sprechen darf, freut mich sehr.

    Und im Innenausschuss gibt es jetzt doppelte Wiesloch-Power: Ute Vogt ist unsere neue Sprecherin für die SPD-Fraktion im Bundestag – und gemeinsam mit Uli Grötsch bin ich als Stellvertreter wiedergewählt worden.

    Außerdem freue ich mich als stellvertretendes Mitglied zum Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe dazu zustoßen.

    Gestern hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages in seiner Bereinigungssitzung beschlossen, zwei Mannheimer Projekte zu fördern. Der Wasserturm ist dabei mit einer Millionen und das Technomuseum mit 20 Millionen Euro berücksichtigt. Ich freue mich sehr darüber und danke allen die dabei mitgeholfen haben.

    Zu meinen letzten Berliner Zeilen habe ich wieder viele Zuschriften erhalten. Das freut mich sehr, denn sie werden also gelesen. Ich lese alles, allen zu antworten gelingt jedoch nicht immer. Noch weniger kann ich in der Regel in intensiven Austausch einsteigen. Ich glaube auch, dass es Grenzen gibt, Dinge via E-Mail zu klären. Deswegen sind die E-Mails trotzdem sehr wichtig, denn so habe ich unmittelbare Rückmeldung zu unserer Politik oder auch meinen Einschätzungen. Der nächste Schritt wäre dann eher ein Gespräch. Wir sind in der SPD mittlerweile häufig sehr vereinzelt unterwegs, obwohl es viele Gleichgesinnte oder interessierte Genossinnen und Genossen und vor allem auch Bürgerinnen und Bürger gibt. Deshalb freue ich mich, wenn wir zu den Themen, die Euch wichtig sind, Wohnzimmergespräche, Veranstaltungen oder Aktionen planen, damit wir gemeinsam möglichst viele Menschen erreichen.

    Herzliche Grüße

    Ihr/Euer Lars Castellucci