SPD Baden-Württemberg fordert "Stopp sinnloser Kindergeldrückforderungen"

Bundespolitik

Die SPD Baden-Württemberg fordert den sofortigen Stopp der Kindergeldrückforderungen für falsch berechnetes Arbeitslosengeld II. "Was hier passiert, ist verkehrte Welt", sagte SPD-Chef Nils Schmid nach einer Präsidiumssitzung der Landes-SPD am Wochenende.

"Sozialministerin Stolz ist gefordert, sich gegen diese sinnlosen Rückforderungen zu wenden." Allein in Baden-Württemberg seien knapp 100 000 Bedarfsgemeinschaften im Nachgang der Kindergelderhöhung von 20 Euro zu Jahresbeginn betroffen.

Der SPD-Vorsitzende wies dabei darauf hin, dass es vor einem Jahr schon einmal eine Kindergelderhöhung gegeben habe. Der damalige Arbeitsminister Olaf Scholz habe aber im Hinblick auf das gegebene Strukturproblem eine gesetzliche Überbrückungsregelung getroffen, auf die die neue Regierung Merkel nun verzichtet habe. "Jetzt kann eine politische Lösung nur noch durch Druck aus den Bundesländern erreicht werden", so Schmid. "Im Interesse der bedürftigen Kinder in unserem Land ist es notwendig, dass sich Frau Stolz ihrem CDU-Kollegen aus Nordrhein-Westfalen anschließt, der sich schon längst für einen Verzicht auf die Rückforderungen ausgesprochen hat."

Der SPD-Politiker betonte, der Verwaltungsaufwand für die Rückforderungen stehe in keinem Verhältnis zum Rückforderungsbetrag. Selbst der Normenkontrollrat der Bundesregierung habe erklärt, dass eine Rückforderung von Beträgen unter 50 Euro die jeweiligen Aufwandskosten nicht decke. Unverständlicherweise wolle Bundesarbeitsministerin von der Leyen trotzdem nicht von ihrer "harten Haltung" abweichen, so Schmid.

Die Forderung des SPD-Präsidiums geht auf eine gemeinsame Initiative des stellvertretenden Landesvorsitzenden Lars Castellucci und der Pforzheimer Bundestagsabgeordneten Katja Mast zurück. Bundesweit seien 2,2 Millionen Kinder aus 1,3 Millionen Familien "die Leidtragenden des Regelungsunwillens der schwarz-gelben Bundesregierung".

 

Homepage SPD-Landesverband Baden-Württemberg

 

Tipp

Zur Website von Sigmar Gabriel
Lohndumping verboten
Mitglied werden
Vorwärts Baden-Württemberg
 

Europäische Metropolregion

SPD-in-der-Metropolregion
 
 

Mitglied werden

Link

 

Meine nächsten Termine

13. 09. Montag, 20:00 Uhr

Ältestenkreissitzung

Wiesloch, Christusgemeinde

 

 


...
 

Link twitter

 

Aktuelles aus Berlin

SPD.de News
Aktuelle News vom Portal der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD)

  • Alltagserfahrungen machen Politik
    veröffentlicht am 06.09.2010
    Auf einer Bürgerkonferenz haben SPD-Spitzenpolitiker mit rund 100 Gästen über ihre Erfahrungen, Erwartungen und Vorschläge an die Politik diskutiert. Im Mittelpunkt stand die Frage: ?Was ist fair?? Sechs weitere Bürgerkonferenzen werden in den nächsten Monaten folgen.
  • Schwarz-Gelb dealt mit Atom
    veröffentlicht am 06.09.2010
    Um bis zu 14 Jahre sollen Atomkraftwerke länger laufen, als es die noch geltende Rechtslage vorsieht. Die letzten Meiler werden vermutlich erst 2040 oder später abgeschaltet. Schwarz-Gelb kündigt mit seiner Entscheidung den gesellschaftlichen Konsens, der mit dem rot-grünen Atomausstieg erzielt wurde, bremst den Ausbau der Erneuerbaren Energien, verschärft die Sicherheitsproblematik und die Endlagerfrage. ?So dreist ist in Deutschland noch nie der Eindruck erweckt worden, Politik sei käuflich?, ordnete der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel den Deal ein.
  • Atomkraft: Sicherheit ist Verhandlungssache
    veröffentlicht am 02.09.2010
    Die schwarz-gelbe Bundesregierung diskutiert über die Nachrüstung von Atomkraftwerken. Bei der geplanten Laufzeitverlängerung von alten, unsicheren Reaktoren gibt es dazu auch keine Alternative. Aber: Fünf bis sieben Jahre sollen die Konzerne dafür Zeit bekommen. Die Energiekonzerne könnten weiter Milliarden verdienen, die Bürger müssten weiter um ihre Sicherheit fürchten. ?Das ist der Versuch, den ältesten Kraftwerken noch einmal eine lange Schonfrist zu geben?, sagte SPD-Fraktionsvize Ulrich Kelber.