...dass wir mehr Gleichheit und weniger Ungleichheit erreichen

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. So stand es 1863 auf dem Banner des neu gegründeten Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins, dem Beginn organisierter Sozialdemokratie in Deutschland. "Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität" heißen heute die Grundwerte der SPD. Aus der Brüderlichkeit ist die Solidarität geworden, das kann ich gut mitgehen. Gleichheit hingegen fehlt mir.
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...dass wir heute schon an morgen denken

Es ist ein Ergebnis des Gipfels von Rio de Janeiro im Jahre 1992, den Begriff der "Nachhaltigkeit" oder "zukunftsfähigen" oder "durchhaltbaren" Entwicklung in die Breite getragen zu haben. Damals begannen weltweit Menschen unterschiedlicher gesellschaftlicher Bereiche, Nachhaltigkeit konkret miteinander einzuüben, sich den Argumenten Anderer zu stellen, sie einzubeziehen und nach einem gemeinsamen Weg zu suchen. Es ging voran, für gelebte Integration in den Städten und Gemeinden, für Bürgerbeteiligungsprojekte oder internationale Solidarität.
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...dass alle, die können, ihren Beitrag fürs Ganze leisten

Subsidiarität: Kompliziertes Wort, aber wichtiges Prinzip. Eines von drei Prinzipien der katholischen Soziallehre. Manchmal lohnt es, den Groll gegen Fremdwörter beiseite zu schieben und sich auf deren Aussage einzulassen. Subsidiarität handelt davon, dass die Ebene, die am Besten geeignet ist, ein Problem zu lösen oder eine Aufgabe zu erfüllen, dies auch tun (können) soll. Das Gegenteil wäre der alles an sich ziehende Zentralstaat oder der völlig sich selbst überlassene Einzelne.
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...dass wir unseren Optimismus nicht verlieren

Eine kleine Geschichte: "Einige negativ denkende Menschen wollten sich zu einem Club der Pessimisten zusammenschließen. Am Abend der Gründungsversammlung sagten alle: „Das klappt sowieso nicht!“"
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Aufstieg und Gerechtigkeit – wofür ich mich einsetzen werde
Bei der Bundestagswahl wird es nach meiner festen Überzeugung für die SPD in erster Linie darum gehen, wieder glaubhaft als Partei der sozialen Gerechtigkeit wahrgenommen zu werden.
- Zuallererst müssen wir Armut bekämpfen. Armut zerfrisst den Zusammenhalt in unserem Land. Insbesondere muss die untere Linie, die wir als Grundsicherung unserer Gesellschaft eingezogen haben, ein menschenwürdiges Leben ermöglichen. Deshalb will ich mich für eine Erhöhung der Regelsätze des Sozialgelds/Arbeitslosengelds II einsetzen.
- Zum zweiten geht es um gerechte Chancen und die entscheiden sich in unserem Land wesentlich durch Bildung und Ausbildung. Wer soziale Gerechtigkeit will, muss Bildung oberste Priorität einräumen. Die international bemerkenswerte Unterfinanzierung von Bildung in Deutschland muss korrigiert werden.
- Drittens geht es um Arbeit. Arbeit ist für mich ein zentraler Wert unserer Gesellschaft. Sie ist der Kitt, der zusammenhält, stiftet Sinn, ernährt Familien. Ich halte am Ziel der Vollbeschäftigung fest. Ich will Arbeit für alle, die arbeiten wollen und können. Und ich will das, was wir „gute Arbeit“ nennen: Arbeit, die fair entlohnt ist, die nicht krank macht, die Qualifikation erhält. Ich werde mich für einen flächendeckenden Mindestlohn einsetzen. Und ich will mich einsetzen für mehr Anerkennung für Bereiche, die wir heute noch nicht der Erwerbsarbeit zuordnen. Wir sollten beispielsweise Menschen, die Kinder, Kranke oder Alte versorgen, betreuen oder bilden stärker fördern. Wir brauchen auch mehr Anstrengungen zur Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Bildung.
- Ein vierter Punkt sind unsere Sozialversicherungen. Sie sind eine große Errungenschaft und Fundament unseres Sozialstaats. Doch sie sind ungerecht finanziert zu viel hängt an den arbeitenden Menschen. Wir wollen die Bürgerversicherung – wie eine Mehrheit in Deutschland. Das heißt: Alle zahlen entsprechend ihrem Einkommen ein. Alle Einkommensarten werden berücksichtigt.
- Der fünfte Punkt betrifft die Verteilung von Einkommen und Vermögen. Es gibt einen Satz, den ich für richtig halte: Armut braucht eine Grenze und Reichtum ein Maß. Ich bin für Leistungsgerechtigkeit. Aber wenn die Schere zu weit auseinander klafft, droht der Zusammenhalt der Gesellschaft sich aufzulösen. Ein Instrument für mehr Gerechtigkeit in der Verteilung ist für mich beispielsweise die Erbschaftssteuer. Stimmen aus der CDU/CSU, diese Steuer abzuschaffen, halte ich für einen Skandal und zeigen für mich überdeutlich, wohin es in unserem Land gehen würde, wenn die Union könnte, wie sie wollte.
- Sechstens akzeptieren wir nach wie vor zwischen den Geschlechtern Ungleichheiten, die mit Gerechtigkeit nichts zu tun haben. Gerechtigkeit heißt doch „Gleiches gleich behandeln“. Also muss für gleiche Arbeit beispielsweise auch der gleiche Lohn gezahlt werden, ob von Männern oder von Frauen geleistet.
- Als letzten Punkt will ich den Begriff „Generationengerechtigkeit“ nennen. Ich bin stolz darauf, dass es sozialdemokratische Finanzminister sind, die die Verschuldungsspirale zurückdrehen. Wir haben eine Verantwortung für nachfolgende Generationen. Und hier wird deutlich, dass es uns insgesamt um eine Politik der Nachhaltigkeit gehen muss. Generationengerechtigkeit verweist auch auf die natürlichen Ressourcen unserer Umwelt, die wir erhalten wollen, auf die Bekämpfung des Klimawandels, des Flächenverbrauchs und den Erhalt der Artenvielfalt.

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